Dienstag, 14. Oktober 2008

Keine technischen Einschränkungen

Im Moment haben wir bei unserem Ruben (fünf Jahre jung) noch keine technischen Einschränkungen auf dem PC vorgenommen. Ich beobachte aber ziemlich genau, was er wo tut. Am liebsten besucht er Disney oder die Sendung mit der Maus, machmal auch andere Angebote wie die BBC-Kindersite. Sobald ich aber feststelle, dass er auf Inhalte gelangt, die er aus unserer Sicht (noch) nicht sehen sollte, werde ich einen Filter nutzen. Den wird er dann nach einigen Jahren wohl knacken ;-)

Einschränkungen gibt es aber bei der Dauer, die er am PC verweilen darf und auch bei den Zeiten. Nicht länger als 30 Minuten am Stück und bloss einmal am Tag. Bisher sind wir so ganz gut gefahren.

Eher Schwierigkeiten haben wir beim Eingrenzen des Fernsehkonsums. Wir müssen dort noch stärker unsere Regeln durchsetzen. Daher meine ich, dass es einfacher wäre, Regeln am PC statt am Fernseher durchzusetzen. Klingt nicht ganz logisch, eher seltsam.

Kommentare:

Oliver Büttner hat gesagt…

Nur mal so ein paar Gedanken.
Fernsehen... PC...
Bekommt er Euren Fernseh und Computerkonsum so stark mit? Oder ist es der Kindergarten?
Wir haben computer / zur not TV und DVD / Schokolade / Chips im Haus. Junior weis das aber das alles ist im Alltag so wenig präsent dass er nicht danach fragt und wenn er alle 2 wochen was davon will hab ich dann auch kein problem. (ich weis das ist ein Glücksfall und ich hoffe das bleibt so)
Wie schauts aus? Gibt es "negative" Konsummodelle im Haus?
Irgendwie finde ich diese Beschränkungen 30min 60min etwas unnatürlich. Was soll er sich davon ableiten und langfristig dabei lernen?
Wie wär es mit: TV PC ist was besonderes kann man sich gönnen wenn man was auf die Reihe gekriegt hat wie z.b. Zimmer aufräumen oder Hausaufgaben. Aufgenommene Filme setzte ich ab und zu als Belohnung ein wenn es was zu tun gibt oder wir gemeinsam wa geschafft haben. Wie ein Eis aus dem Keller holen.
Es ist natürlich schwierig da wieder zurück zu rudern. Wie wäre es täglich mit etwas das viel cooler ist?

Oliver Büttner hat gesagt…

Was technische Einschränkungen betrifft hätte ich gerne dass mein Router *alle* Verbindungen protokolliert.
Für mich gibt es 2 Phasen der Internetnutzung.
1. Junior nutzt den Compi nur wenn ich in Sichtweite bin.
2. Junior surft aber ist sich bewusst dass ich genau weis wo er hinsurft, er das technisch nicht umgehen kann (logfile auf router) und ich mit ihm darüber reflektieren werde wie er das Internet nutzt.

uebermuedet hat gesagt…

Also unseren PC (Mac) Konsum) bekommen die Kids schon mit, aber Fernsehen gibt es meist erst wenn die alle im Bett sind. Dass ist dann unser Feierabend :) Ansonsten DVDs (kindertauglich) und manchmal Samstag Morgen Cartoons MIT dem Papa. Meistens sind unsere Kids aber nach ein paar Folgen von irgendwas schon so gelangweilt dass sie was anderes machen.

Surfen würde ich die Kinder tatsächlich nur auf Seiten lassen die für MICH safe sind. Und dann das Profil des Mac einfach auf diese Seiten beschränken und gut ist. Ich werde den Teufel tun und Kinder unbeaufsichtigt im Netz rumschwirren lassen.

Gerald hat gesagt…

Ich habe K9 Webprotection (Win, Free) auf PC von Sohn Nummer 1 installiert. Der blockt unanständige Seiten und loggt auch alles mit, was ich bisher noch nicht eingesehen habe.

Die Zeit (max. 1 h am Tag) überwacht meine Frau.

Roman hat gesagt…

@oliver büttner: Unser Ruben ist Einzelkind und hat so im Haus keine Spielkameraden, ausser bei Besuch. Ich spiele zwar oft mit ihm, will und muss auch mal was anderes tun. Und so bekommt eine Kiste schon einen andern Fokus. Damit das aber nicht ausufert, haben wir diese Regeln erstellt.

Als Belohnung will ich die Dinge nicht einsetzen, weil es sie - trotz den Regeln - möglichst natürlich nutzen soll. Etwas Spezielles ist es für ihn schon, am Rechner zu sitzen, aber als Belohnung für ein Verhalten möchte ich es nicht nutzen. Das wäre meiner Ansicht nach widernatürlich.

Belohnungen sind dann schon eher, wenn wir zusammen fahrradfahren (dann bringe ich nämlich meinen Arsch auch mal an die Luft) und wenn wir das drei oder vielmal die Woche tun, ist mir das lieber. Klar, auch Radfahren ist "natürlich" und sollte demnach nicht als Belohnung missbraucht werden. Ich habe einfach ein besseres Gefühl dabei, als wenn ich als Belohnung eine seelenlose Kiste anbiete.

buetts hat gesagt…

@roman
möchte hier jetzt nicht ausufern. Nur ein paar persönliche Ansichten die auch gerne zur Diskusion stellen möchte.
- Kinder lernen vor allem am Modell wie die Welt funktioniert und was cool /uncool ist. Bis zum Schulalter hab ich ein Zeitfenster in dem ich das Kind was Gewohnheiten und Vorlieben betrifft bewusst prägen kann in dem ich es einfach vorlebe.
Wenn ich Fern sehe möchte mein Kind auch fern sehen.
Wenn ich früh aufstehe und das geil finde wir es mein Kind auch tun.
Fussball... Rockmusik.. Naschen...
Ich denke so wie ich Mediennutzung für mich definiere wird es vom Kind übernommen. Theoretisch müsste ich mir dann auch einen Eieruhr neben das Notebook stellen und wenn es klingelt sagen. "So- gut jetzt mag ich raus gehen."
Ich bin auf keinem Fall gegen Regeln aber ich würde mich zunächst fragen ob ich mir auch selbst so eine Regel auferlegen würde.
Fersehen oder Daddelboxen sind eine echte Droge!
Ich würde den Fernseher in einen Schrank mit Klappe einbauen (wir haben gar keinen nur Software) Damit er gar nicht erst in die Wahrnehmung kommt. Ebenso der PC.
Ich denke das macht schon mal viel aus. Das ist sonst wie eine Schüssel Schoki die immer rum steht. PC TV im Kinderzimmer geht an der Stelle *überhaupt nicht*.

Kinder haben genau wie wir einen Anspruch auf "Trash" wenn er nicht schädlich ist und entsprechend gewertet wird. Das mein ich mit "gönnen" Also ich hab kein Problem mit dem Junior nach einem nervigen TAg mal abens zur Tanke zu fahren und uns ein komplett überteuertes Eis zu holen. Ich werte es aber ensprechend.

Einzelkind und keine Zeit.
TV in diesem Fall wär für mich eine absolute Notlösung und Ausnahme z.B. für akute Besprechungen.
Wir haben in der Praxis und auch im Arbeitszimmer daheim eine Ecke für den Junior. Wenn wir was dringendes am Schreibtisch zu tun haben sitzt er oft daneben und beschäftigt sich entsprechend mit schnibbeln kleben malen. Das hebt auch unsere Arbeitsdisziplin weil wir auch da Modell sein wollen.
Jetzt hat er sich einen gescheiten eigenen Schreibtisch im Arbeitszimmer gewünscht und den auch spontan bekommen. Und wehe ich legen mein Zeug auf seinen Schreibtisch und störe ihn beim "arbeiten". So viel zum Thema Modell. :-)

Was TV Gucken betrifft braucht ein Kind wenigstens bis es 7 ist Begleitung und Wertung durch die Eltern. Das Kind muss fragen können wenn es möchte und gesagt bekommen was gut oder schlecht ist.

Jo uns Bewegung ist wichtig. Absolut.

So jetzt aber wieder mal was ARBEITEN

:-)