Sonntag, 7. Dezember 2008

Aus dem Traum befreien

Das hier hat zwar primär nicht viel mit Web 2.0 zu tun, denn diese Begebenheiten existiert wohl schon so lange, wie es Kinder und Träume gibt, aber der Eine oder Andere kann vielleicht auch etwas dazu beitragen - hier im Web 2.0.

Manchmal - und so auch heute Abend - erwacht unser Ruben zwar physisch, aber innerlich ist er noch immer mit einem Traum in Verbindung, der ihn offensichtlich nicht loslässt. Von aussen betrachtet dürfte es sich um einen Alptraum handeln, denn Ruben wehrt sich und schreit, weint und fürchtet sich stark. Die Augen sind offen, er kann Dinge fokussieren (sieht man an den Pupillen), er hört uns, kann aber nicht vom dem ablassen, was ihn plagt. Das dauerte heute gegen eine oder zwei Minuten, dann hat er sich beruhigt und ist bei mit wieder eingeschlafen. Kurz bevor er einschlief, fragte ich ihn, was so Schlimmes passiert wäre.

Er kann das, was er erlebt hat, nicht artikullieren, erzählen oder darstellen. Und wenn ich daran wenigstens ansatzweise "teilhaben" möchte, um vielleicht besser verstehen zu können, muss ich ihn kurz nach dem Beruhigen danach fragen, denn am nächsten Morgen weiss er - vielleicht aus Selbstschutz - nichts mehr davon.

Träume sind wirklich. Mindestens dann, wenn wir sie träumen und auch dann, wenn wir es luzid tun. Denn das Bewusstsein unterscheidet im Moment des Erlebens nicht zwischen dieser oder jener Wahrnehmung. Deswegen meine ich, dass Träume genaus so ernst genommen werden sollten, wie unsere vermeintliche Realität.

Wie geht Ihr mit solchen Alpträumen Eurer Kinder um? Verschwinden die mit einem gewissen Alter? Wann soll ich Ruben bitten, dass er mir erzählt, was passiert ist? Gibt es Hilfsmittel, Traumfänger und dergleichen?

Samstag, 25. Oktober 2008

Draussen spielen statt Web 2.0

Es ist für mich immer wieder faszinierend, dass es für Kinder noch immer spannender sein dürfte, mit Freunden draussen im Freien zu spielen, als drinnen an der Kiste (Fernsehen oder Computer) zu sitzen. Diese Erfahrung habe ich auch heute wieder gemacht, wie wir zu Freunden auf Besuch waren. Die Kinder dort sind zwar drei oder vier Jahre älter als Ruben, aber sie haben sich rasch verbündet und wollten gleich nach dem Essen nach draussen eilen, um zu spielen.

Offensichtlich ist das spannender und ich unterstütze diese Absicht natürlich so gut, wie ich kann. Ausserdem ergeben sich dadurch auch einmal ein paar Takte Ruhe für die Eltern, die halt tatsächlich drinnen hocken, bei Kaffee und Kuchen den Tag verbringen.

Unser Ruben ist Einzelkind. In der Gemeinschaft mit andern Kindern spielt er oft draussen. Auch im Kindergarten und in der Tagesschule, wo sie ja heute meist frei wählen können, wo sie spielen möchten. Alleine geht er nicht so gerne raus, das verstehe ich. Und so fahre ich mit ihm oft Rad oder drehe zu Fuss eine Runde zum Fussballplatz.

Wir sollten vielleicht darauf achten, dass er öfters - nebst dem Kindergarten und der Tagesschule - mit Kindern zusammen ist. Das fördert das "richtige" Spielen draussen in der Natur. Obschon ich selbst viel am PC hocke - oder vielleicht gerade deswegen - halte ich das Spiel draussen für wertvoller, als das an der Kiste. Letzteres soll er auch tun, keine Frage. Aber eben im richtigen Mass und zur richtigen Zeit.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Wie Linus das macht....

Heute gelesen und es passt so gut zu unserer Diskussion über Einschränkung des Zugriffs:

Linus' blog: Tracking the time kids spend online
So I wrote (and recently re-wrote, since a disk crash destroyed my original) a simple internet usage tracker for them, which allows me to set usage limits per kid, and which tracks how much time they use online, and forcibly logs them off if they go over the limits.
via: Stefan Waidele

Keine technischen Einschränkungen

Im Moment haben wir bei unserem Ruben (fünf Jahre jung) noch keine technischen Einschränkungen auf dem PC vorgenommen. Ich beobachte aber ziemlich genau, was er wo tut. Am liebsten besucht er Disney oder die Sendung mit der Maus, machmal auch andere Angebote wie die BBC-Kindersite. Sobald ich aber feststelle, dass er auf Inhalte gelangt, die er aus unserer Sicht (noch) nicht sehen sollte, werde ich einen Filter nutzen. Den wird er dann nach einigen Jahren wohl knacken ;-)

Einschränkungen gibt es aber bei der Dauer, die er am PC verweilen darf und auch bei den Zeiten. Nicht länger als 30 Minuten am Stück und bloss einmal am Tag. Bisher sind wir so ganz gut gefahren.

Eher Schwierigkeiten haben wir beim Eingrenzen des Fernsehkonsums. Wir müssen dort noch stärker unsere Regeln durchsetzen. Daher meine ich, dass es einfacher wäre, Regeln am PC statt am Fernseher durchzusetzen. Klingt nicht ganz logisch, eher seltsam.

RTFM! Die Elternbriefe.

In unserer stark individualisierten Gesellschaft ist man schnell mal mit Erziehungsfragen auf sich alleine gestellt - selbst wenn man eigentlich zu zweit ist.
Jede Entwicklungsphase unserer Kinder wirft ihre eigenen Fragen und Probleme auf.
In die nächste Buchhandlung zu rennen bringt oft nicht den gewünschten Erfolg. Das persönliche Konzept des Autors steht oft im Vorgergrund und gerade bei unserer Art des Medienkonsums verstauben die Bücher oft im Regal.

Der Arbeitskreis Neue Erziehung verfolgt mit den Elternbriefen einen hochinteressanten und sehr effektiven Ansatz. Er verschickt die insgesamt 46 Elternbiefe passend zum jeweiligen Alter des Kindes. Gerade habe ich den Elternbrief mit dem Thema Einschulung aus dem Briefkasten gezogen. Auch wieder zeitlich genau auf dem Punkt denn genau darüber zerbrechen wir uns zur Zeit den Kopf. Auf normalerweise 4 A4 Seiten stehen wichtige, knappe Ratschläge und Denkanstöße die einem helfen das eigene Gegrübel zu reflektieren und oft auch zu relativieren.
Die Briefe gibt es auf www.ane.de auch als PDF zum Download und im Zweifelsfall zum abspeichern und vergessen.

Ich kann jedem empfehlen die Briefe per Post zu abonieren! Sind Euch insgesamt 70,50 € zu teuer? Also mich erinnert das ein wenig an die Vorzüge des 43 Folders Prinzips (GTD)
Na? Jetzt überzeugt? :-)

Fernseh- und Computerzeiten managen

In den 70ern gab es mal in 'Eltern' so doofe TV-Märkchen zum ausschnibbeln. Damit sollten die Kids TV-Zeiten einlösen. es ggab verschiedene Farben für verschiedene Sendetypen.

Ich fand das damals doof ;) (Wär ja eine neue Regel gewesen.)

Aktuell machen wir es mit unserem Sohn (8) so, dass er täglich eine 'Pfandmünze' bekommt, die für 1/2 Stunde TV oder Compurer gilt (Kindernachrichten Logo und Lernprogramme zählen nicht, wobei das lernporogramm max. 15 Min laufen soll, dann blockt es von selbst :) ).

wenn er sein Medienbudget nicht ausnutzt, kann er es ansparen.

TV oder Compi gibt es aber nur, wenn alles andere OK ist: Hausaufgaben, Zimmer betretbar etc. UND wen Zeit ist. also nicht um 19:00 Uhr oder wenn man einen 'engen Nachmittag' hat etc.

Das funktioniert aktuell recht gut. D.h. am WE kann er dann auch mal Tigerentenclub gucken vom 'Sparkonto'.

Wie macht ihr das?

elternzwonull - FriendFeed

Hier ist der Freindfeedraum:

elternzwonull - FriendFeed

DigitalDadsMediaMomstheirKids.pdf (application/pdf-Objekt)

Die Mindmap zur Session:

DigitalDadsMediaMomstheirKids.pdf (application/pdf-Objekt)

wer die *.mm-Datei für Freemind mag, sagt bitte Bescheid.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Hallo zusammen

So, bei der 2. Session zu DigitalEltern beim Barcamp München 2 haben wir beschlossen Nägel mit Köpfen zu machen und ein Blog als KOmmunkationsplattform für DigitalEltern zu gründen.

Hir wollen wir die Gespräche vom Barcamp über sinnvolle Mediennutzung zwischen Bilderbuch und Web3.D diskutieren und Tipps austauschen.

More news to come.